Die Mutzettelgruppe

Vor einigen Tagen habe ich gemeinsam mit weiteren Gefährtinnen und Gefährten die Mutzettelgruppe gegründet.

Wir sind derzeit sieben Leute, die ab und an Texte schreiben oder solches in Zukunft vorhaben. Gedichte, Kolumnen, Märchen oder was die Feder so hergibt. Etwa vierteljährlich wollen wir uns treffen, uns gegenseitig unsere Schreibversuche vorstellen und hören, was die anderen dazu sagen. Das wird sicher inspirierend. Wenn wir Lust haben, trinken wir vielleicht auch ein Gläschen Wein dabei, eine Cola oder was auch immer.

Der Begriff Mutzettel kommt eigentlich aus dem Bergbau. In meiner Kolumne am 14. Januar 2025 habe ich dazu etwas geschrieben. Wir übertragen den Begriff auf unsere Schreibversuche. Denn manchmal ist es gar nicht so leicht, den Mut zu finden und die aus Herz, Sinn und Gemüt heraus geschriebenen Zeilen anderen mitzuteilen. Sie kommen uns vielleicht bieder, halbgewalkt oder holprig vor. Sie scheuen das Licht der Welt. Ich hätte jedenfalls nie gedacht, dass es für meine literarischen Versuche über Mode, Sinn und Geschmack, den Wein oder das Wandern mehr als eine Handvoll Leserinnen und Leser geben würde. Nun scheinen es doch ein paar mehr zu sein und das macht mich auch ein bisschen froh.

Sicher, man schreibt in erster Linie für sich selbst. Aber es ist doch wichtig und hilfreich, irgendeine Resonanz darauf zu bekommen. Und möglichst soll es natürlich ein paar Leuten gefallen. Vielleicht hat ja jede und jeder von uns ein paar Künstlerallüren in sich, die man sich aber gar nicht zugeben möchte.

Nun denn, wir haben den Mut gefunden, uns zum Austausch zu verabreden. Ich freue mich darauf und frage: was steht auf deinem Mutzettel? Wirst du etwas zimmern, schneidern, basteln oder eine Rede halten? Ich glaube, in der Bibliothek der unwirklichen Ideen stehen noch einige Bände unangeschaut herum.

Dankbar bin ich als glaubender Mensch meinem Gott, denn ich sehe Begabungen, Talente und Möglichkeiten als Gaben an. Dankbar bin meinem lieben Schatz, die mich immer wieder inspiriert und dankbar bin ich den vielen lieben und kunstfertigen Menschen, mit denen ich über Kunst, Literatur und manchmal auch Mode fabulieren kann. Zum Beispiel der famosen Gabriele Schwanebeck, deren Kunst ihr bei Instagram unter @farbeabstrakt finden könnt und die meinen begehbaren Kleiderschrank schön gemacht hat.

Schaut also gern mal auf eure persönlichen Mutzettel.

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