Von Kroatien über Frankreich bis direkt an den Hals

Ein Beitrag zum Tag der Krawatte

Hättet ihr gedacht, dass sich Parlamente mit Krawatten beschäftigen? Das kroatische jedenfalls hat selbiges getan und vor einigen Jahren den 18. Oktober zum Tag der Krawatte erklärt. Damit sollte an den Ursprung dieses schicken Accessoires erinnert werden, welcher nach verbreiteter Meinung in Kroatien liegt. Der 18. Oktober lag in diesem Jahr in einer Urlaubswoche, die ich mit meiner Liebsten im schönen bayerischen Wald verbrachte. Und so habe ich kurzerhand gleich die ganze Woche als Woche des Krawattenschals interpretiert. 

Impressionen meiner „Woche des Krawattenschals“

Üblicherweise werde ich nämlich mit Fliegen in Verbindung gebracht. Und in der Tat ist meine persönliche Sammlung an Querbindern inzwischen auf circa 60 Stück angewachsen. Manchmal finde ich es aber auch schade, praktisch ausschließlich auf die schicken kleinen Schleifen festgelegt zu werden. Denn sehr gern mag ich auch Krawattenschals, welche nach meiner Meinung im Grunde die Urform der Krawatte darstellen. Ich schlinge mir also Schaltücher jeglicher Art um den Hals und binde sie wie eine Krawatte.

Kleines Beispiel gefällig? 😀

Es soll etwa um 1630 herum gewesen sein, als der französische König Ludwig XIII. kroatische Söldner für seine Truppe akquirierte. Diese fielen mit ihren um den Hals gebundenen Tüchern auch in modischer Hinsicht sofort auf. Bald wurde es daher in Frankreich schick, sich mit gebundenen Halstücher zu schmücken. Man bezeichnete diesen Brauch „nach kroatischer Art“, „à la Croate“. Es gab, wie ich erfuhr, sogar ein eigenes „Krawattenregiment“, welches vermutlich äußerst schicke Exerzierübungen abhielt.

Die heute bekannte Form des Schlipses, wie die Krawatte häufig genannt wird, entstand dann erst im 19. Jahrhundert, wenn ich richtig informiert bin.

Da ich aktuell nun aber auch zur Verbindung von Mode und Wein recherchiere, habe ich mich natürlich auch gefragt, welche Weine man denn in Kroatien üblicherweise trinkt. Bislang hatte ich mich damit noch nie beschäftigt, war auch noch nie in Kroatien. Nun fand ich aber, dass es offenbar eine erstaunlich bunte Landschaft von kroatischen Weinen gibt. Eine einschlägige Quelle gibt dazu folgendes an: „In Kroatien gibt es drei Weinregionen: Ost-Kontinental, West-Kontinental und Primorska, die auf 25.000 Hektar mehr als 130 autochthone Rebsorten züchten. Die drei beliebtesten Sorten sind Plavac mali, Graševina und Malvazija istarska, die von Merlot und Cabernet sauvignon gefolgt werden.“ (siehe: https://www.camping-simuni.hr/de/blog/die-besten-kroatischen-weine/)

Mein Interesse weckte zum Beispiel ein 2022er Tomaz Barbarossa aus Istrien. Dabei handelt es sich um einen „in Eichenfässern gereiften Teran, der Kraft und Eleganz mit herrlicher Säure vereint. Der trockene Rotwein erinnert an dunkle Beeren, Schokolade, Gewürze und getrocknete Kirschen“ und ist, wie es heißt, „ein geselliger Begleiter von Prosciutto, Käse, Fleisch- und Wildgerichten sowie Fisch mit würzigen Saucen“. Vielleicht keine schlechte Empfehlung für das nächste Dinner mit Krawatte und deiner Liebsten, oder? Muss nicht zwingend am 18. Oktober sein.

Zum Wohl 🥂

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