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In ein Loch fallen
Es gibt manch blumig bildhafte Redewendung, wie etwa die folgende: in ein Loch fallen. Wenn man sie wörtlich nimmt, hat sie eine gewisse Skurilität. Nun, ich habe es probiert. Neulich begab ich mich also in ein Loch. Beinahe mitten hinein, wobei es nicht entscheidend war, genau die Mitte des selbigen zu treffen. Es ergab letztlich…
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Kurzgefasste Theorie der Kolumnisation (wirklich nur das allernötigste)
Es ist seltsam. Das Verb kolumnieren scheint in der deutschen Sprache bislang wenig gebräuchlich, obgleich die damit bezeichnete Tätigkeit durchaus mit Fleiß verrichtet wird. Kolumnieren bezeichnet den Vorgang der Kolumnisation. Gleichwie der Kopist kopiert und der Komponist komponiert, ist es der Kolumnist, der kolumniert. Gelegentlich begegnet uns der Kolumnist auch als Kolumnisator, freilich nur dann,…
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Mode und Religion
Auszug aus: Der begehbare Kleiderschrank (Seiten 109-111) Den Termin habe ich schon mal für das kommende Jahr reserviert. Allerdings rechne ich nicht damit eingeladen zu werden. Am ersten Montag im Mai treffen sich alljährlich die Stars und Sternchen der Modewelt in New York zur Met-Gala. Man sagt, es sei die bedeutendste Modenacht der Welt. Sie…
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Wandelbar
Knittels Kolumne im Stadtanzeiger Annaberg-Buchholz 2/2025 Labil, unstet, formbar, variabel und flexibel. Flatterhaft oder beweglich. Die kleine Auswahl der Synonyme zu dem Wort „wandelbar“ zeigt die Weitläufigkeit der Bedeutung. Wandelbar, das kann Lob oder Tadel bedeuten. Ein Bonus am Arbeitsplatz, ein Manko, wenn es um das Bewahren geht. Ein Paradebeispiel dieser Widersprüchlichkeit ist die Mode,…
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„Du hast die Haare schön.“
Beitrag zum Welttag des Kompliments am 1. März Ich habe mir Gedanken über Likes gemacht. Jeder liebt es, wie ich lesen konnte, Bilder von sich auf Instagram zu posten und damit seinen Sinn für Mode zur Schau zu stellen. Und wenn es vielen gefällt, umso besser. Fast alle, die sich mit Mode, Frisuren, Styling, Makeup…
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Spazieren
Ein weiteres Pröbchen aus meinem neuen Buchprojekt Laufstege und Holzwege Jüngst erging ich mich auf der Suche nach der Eigenart des Spazierens. Früher, wenn wir mit den Kindern unterwegs waren, war ich gewöhnlich bestrebt, die Wanderung als Spaziergang zu deklarieren. Auf diese Weise suchte ich der Vermutung zu begegnen, es könne sich um eine längere…
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Studie zur Produktivität des Nichtstuns
Klaus-Maria Brandauer soll einst das Menschenrecht auf Langeweile eingefordert haben. Denn nur so könne Raum für die Entfaltung kreativer Gedanken entstehen. Sicher fand er mit seinem Antrag nicht allzu viele Befürworter, gilt es doch allgemein als unschicklich, den Müßiggang zu loben. Nun, ich habe mich einmal, natürlich nur interessehalber, als Testperson zur Verfügung gestellt. Eine…
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Die Mutzettelgruppe
Vor einigen Tagen habe ich gemeinsam mit weiteren Gefährtinnen und Gefährten die Mutzettelgruppe gegründet. Wir sind derzeit sieben Leute, die ab und an Texte schreiben oder solches in Zukunft vorhaben. Gedichte, Kolumnen, Märchen oder was die Feder so hergibt. Etwa vierteljährlich wollen wir uns treffen, uns gegenseitig unsere Schreibversuche vorstellen und hören, was die anderen…
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Schöne Kleider statt eines betrübten Geistes. Modepredigt
Im Laufe eines Lebens bekommt man verschiedene Spitznamen verpasst. Von Jugend auf ist das bei mir der Name James. Interessanterweise habe ich diesen so etwa bis Anfang 20 verwendet. Viele kannten mich nur mit diesem Namen. Dann verschwand er für längere Zeit, und nun, so etwa mit Fünfzig, habe ich ihn wieder hervorgeholt und meinen…
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Der Mutzettel
Vor kurzem bin ich in einem Buch über bergmännische Begriffe auf den „Mutzettel“ gestoßen. Mit dem Mutzettel beantragte der Finder eines Erzvorkommens die Nutzungsrechte für seinen Fund. Man bezeichnet diesen Vorgang mit dem Worten „muten“, was sicher eine sehrerfreuliche Zu-Mutung darstellte. Der Muter füllte also den Mutzettel aus und ging zum Bergmeister, um das Recht…
