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Wie neu geboren
Zuerst veröffentlicht in Der Sonntag. Wochenzeitung für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens. Nr. 16, 21. April 2024 Gedanken zu: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ Paulus, 2. Brief an die Korinther, Kapitel 5, Vers 17, Wochenspruch Sonntag Jubilate Schon das neue Frühjahrsoutfit angeschafft? Oder…
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Der Erzhammer. Aber so was von …
Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht. Wenn ich irgendwo etwas vorlesen darf, dann versuche ich einen Text zu schreiben, der mit dem betreffenden Ort etwas zu tun hat. Das klappt mal mehr oder weniger gut. Ich war z. B. schon im Modeschlösschen, in der Haarmanufaktur, im Atelier. Nun also der Erzhammer. Irgendwo in den…
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Dichten und Denken in Annaberg-Buchholz
Zuerst veröffentlicht in Knittels Kolumne, Stadtanzeiger Annaberg-Buchholz, Ausgabe für April 2024 „Gesellig, freundlich, kostfrei, kurzweilig, schwatzhaftig und lustig.“ Mit diesen Worten charakterisierte seinerzeit der Chronist Paulus Jenisius die Wesensart der Erzgebirger. Das Wort „poetisch“ fehlt in der Aufzählung. Gleichwohl habe ich mich gefragt, welche Freundinnen und Freunde des geschriebenen Wortes unsere Stadt hervorgebracht hat. Den…
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Halb zog sie ihn, halb sank er hin. Der Theologe und die Mode
Vor einiger Zeit war ich in den Straßen Annabergs unterwegs. Unversehens sprach mich eine ältere Dame an: Ach, einer mit Fliege! Das muss der Pfarrer sein! Ich wurde gebeten, für eine Zeitschrift in Radebeul einige Gedanken zu Mode und Theologie aufzuschreiben. Nun, da ist zunächst zu sagen, dass ich mich die meiste Zeit meines…
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Die Aufgussparabel
Für Friederike Zwei, drei Jahre wird es wohl her sein, da hörte ich, Huberts Kelle sei gestohlen worden. Hubert ist ein kunstfertiger Aufgießer in einer Sauna, die ich bis heute gern besuche. Er hatte sich die Kelle, wenn ich’s mir recht gemerkt habe, eigens anfertigen lassen. Und sie passte gut zu seinem Verständnis eines perfekten…
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Der arme Poet
Niemand kennt sein Werk, aber fast jeder sein „Gesicht“. Der arme Poet. Spitzweg berühmtestes Gemälde hat ihn unsterblich gemacht. Wir sehen ihn vor uns mit Schirm und Nachtmütze. Seine Kammer ist beengt, das Dach undicht, an Brennstoff herrscht Not, aber sein Geist leidet keinen Mangel. Mit Büchern hat er sich umgeben, die ihm die große,…
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Das „Neinerlaa“ für 2024
Meine Wünsche zum Neuen Jahr für die Leserinnen und Leser der Schnürsenkelkolumne Im Erzgebirge isst man Neunerlei. Zu Weihnachten. Und jede der neun Speisen hat eine Bedeutung. Die Linsen stehen z. B. dafür, dass dir das Kleingeld nicht ausgehen möge. Alles weitere verrät dir der Google-Translator: Erzgebirgisch – Deutsch. Was aber die wenigsten wissen: Neunerlei…
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Wider den Stoffmangel
Jüngst erwarb ich eine feine kleine Wichtelschneiderei auf dem Annaberger Weihnachtsmarkt. In Betrachtung derselben wurde mir bewusst, dass dem Stoffmangel durchaus noch beizukommen wäre. Nicht wenigen wird es ähnlich gehen: an Stoff mangelt es, wo immer man kreativ werden möchte. Mir fehlt Stoff, so spricht etwa der Poet, dem es an Reimen gebricht. Die Redakteurin…
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Gelbes Tuch
In meiner Serie über die Farben gibt es inzwischen Texte zu blau, orange, violett, rot und mit diesen Beitrag nun auch zu gelb. Dass ich Dynamo Fan wurde, ist mir vermutlich in die Wiege gelegt. Tut mir leid. Wenn man Frank M. Scheelen und seinem 4-Farben-Modell glauben darf, spricht tatsächlich vieles dafür, dass ich ein…
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Der letzte Schrei
Mein letzter Schrei ereignete sich in Anbetracht einer Motte, die sich an meinem Lieblingspullover gütlich getan hatte. Ansonsten mag ich es nicht so laut, wenn es um Kleidung geht. Es bringt mich nicht zum Kreischen, wenn die Haute Couture zum Schaulaufen ruft. Höchsten könnte es geschehen, dass der eine oder die andere mein Outfit zum…
